14.06.2016

Meine Pflegeroutine im Sommer


Ich weiß nicht, wie viele hundert Jahre es her ist, dass ich Euch hier meine Pflegeroutine gezeigt habe, aber es wird endlich mal wieder Zeit dafür. Na gut – letztes Jahr habe ich meine Pflegeroutine auf Beautyjagd vorgestellt.
Einigen Produkten bin ich treu geblieben, andere sind ausgetauscht und wieder andere neu dazu gekommen. Und so habe ich alle Produkte fein säuberlich zusammengetragen, festgestellt, dass das doch ’ne ganz schöne Menge ist und mir beschämt eingeredet „Tja, so ist das wohl mit Blog“ ... naja, zeigen möchte ich sie Euch nun trotzdem.


Zur Zeit ist meine Haut vor allem trocken – das finde ich ziemlich verwunderlich, denn im Sommer hatte ich bisher keine Probleme damit. Es sind sogar leichte, schuppige Stellen zu erkennen, auch ist mein Hautbild ein bisschen unruhig. Dafür sind Unterlagungen und Pickel wieder etwas weniger vorhanden.
Ich schiebe es ein bisschen auf das enthaltene Zink der Sonnencreme, die Klimaanlage im Büro (und auch die Heizung ;)) läuft nämlich noch nicht.


➔ Gesichtsreinigung.


Am Abend reinige ich (häufig) mein Gesicht in zwei Schritten:
Nicht unbedingt ein Muss, aber zur Zeit nutze ich ein einfaches Öl (das Mandelöl von Müller mag ich persönlich sehr) um den Großteil meines Makeups zu entfernen. Dazu gebe ich einige Spritzer des Mandelöls in meine Handfläche und reibe dann mein trockenes Gesicht inklusive Augen damit ein. Da ich keinen Emulgator in diesem Öl verwende, nutze ich einfach die Mechanik eines Lappens um Öl und Makeup-Reste wieder herunterzuwaschen. Das kann auf Dauer natürlich zu reizend sein, daher setze ich schon seit einer ganzen Weile auf dünne Baumwolllappen. Die sind sehr sanft zu der Haut und tun ihren Dienst.
Mein nächster Schritt ist die Verwendung einer sanften Reinigungsmilch – auch wenn ich das Öl ab und an weglasse, eine Reinigungsmilch verwende ich immer. Da habe ich schon einige probiert und derzeit nutze ich das Cleansing Balm von Juka d’Or (♦), welches ich für den Blog zur Verfügung gestellt bekommen habe. Die ist in der Konsistenz ähnlich wie der Sheabutter Cleanser von Martina Gebhardt und hinterlässt einen leichten, pflegenden Film auf der Haut. Ich möchte Euch demnächst mal noch ein bisschen mehr davon berichten.
Nach dieser Reinigung zeigt die Haut einen gesunden Glow und wirkt ziemlich zufrieden.

Am Morgen nutze ich nur das Cleansing Balm (♦). Warum ich es überhaupt nutze, werdet Ihr gleich feststellen ;).
Eine Zeit lang habe ich nur mit lauwarmen Wasser am Morgen mein Gesicht gereinigt, aber ganz ehrlich: Ein Gesichtsöl vom Abend davor werde ich so nicht wirklich los. Also bin ich wieder zu dieser Methode gewechselt. Die Haut fühlt sich angenehm durchfeuchtet an und ist vorbereitet für weitere Pflege.


➔ Gesichtspflege am Abend.


Nach der gründlichen Reinigung mit dem Öl und der Reinigungsmilch möchte ich eigentlich nicht mehr zu viel verrückte Produkte auf meine Haut geben. Früher war ich ein großer Fan der fettfreien Nachtpflege, merke zur Zeit aber, dass das irgendwie nicht funktioniert. Und so bin ich seit Winter irgendwie auf Gesichtsölen hängen geblieben.

Doch der Reihe nach: Nach der Reinigung verwende ich gerne das Aloe Vera Tonic von der Cremekampagne. Zugegebenermaßen ist es noch nicht so lange bei mir eingezogen, gefällt mir aber ausgesprochen gut.
Ich mochte schon immer einen abschließenden, klärenden Vorgang, der wirklich den allerletzten Alltag vom Gesicht nimmt. Dieses Tonic kann ich mit einem Wattepad verwenden, was eben diesen Vorgang zusätzlich unterstützt.
In diesem Tonic sind Niacinamide (Vitamin B3) und Aloe Vera enthalten. Das schreit förmlich nach Feuchtigkeit bzw. dem Verhindern des Feuchtigkeitsverlustes. Agata (Hautpflegebegeisterte werden sie kennen ;)) hat auf Magi-Mania bereits über Niaciniamide berichtet.
Danach fühlt sich meine Haut natürlich gut geklärt, aber auch schon ziemlich gut durchfeuchet an.

Um jedoch meiner Haut noch mehr Feuchtigkeit zu schenken, denn sie dürstet scheinbar derzeit sehr, trage ich danach das Aloe Vera Gel ebenfalls von der Cremekampagne auf. Das habe ich mir nach meinen Bedürfnissen etwas anpassen lassen und so sind neben der normalen Rezeptur noch Niacinamide (schon wieder ;)) und Hyaluron dabei.
Bisher nutze ich für diesen Schritt immer das Hydrogel von Alva (habe ich Euch hier schon mal kurz vorgestellt), dass ist aber gerade in den gängigen Onlineshops nicht verfügbar. Aber das Aloe Vera Gel enthält ebenfalls Beta-Glucan (ist im Alva Hydrogel enthalten) und verzichtet sogar auf Duftstoffe. Allerdings ist es sehr viel leichter und flüssiger und so muss ich mich beim Auftragen schon ein bisschen konzentrieren ;).

Gegen Teddybären-Augen am nächsten Morgen gibt es jeweils einen kleinen Klecks meiner liebsten Augencreme von Kivvi unter jedes Auge. Sie ist leicht, zieht schnell ein und wirkt für mich nach wie vor perfekt. Da sie auch nicht fettet, ist sie perfekt für warme Tage (und Nächte ;)).

Und theoretisch wäre hier ungefähr Schluss bei der fettfreien Nachtpflege, aber zur Zeit eben nicht. Auf Grund der trockenen Haut verwende ich ein Gesichtsöl. Das variiert ein bisschen nach Lust und Laune, aber am häufigsten greife ich eigentlich zu dem Rosehip Oil von Pai Skincare (ich tobte schon mal damit) oder einem selbstgemischten Wirkstofföl-Sammelsurium. In diesen ist ebenfalls das Hagebuttenkernöl enthalten, aber auch Nachtkerzenöl, Aloe Vera Öl und ein paar Tropfen Avocadoöl. Letzteres könnte zu fettig sein, die anderen sollen feuchtigkeitsarmer Haut helfen und den Feuchtigkeitshaushalt etwas ausbalancieren.
Ich hoffe damit, meiner Haut sowohl Feuchtigkeit als auch fehlendes Fett zurückzugeben. Zumindest wird das Gesichtsöl relativ schnell aufgenommen und es bleibt nur ein pflegender Film ruck.


Und aufgrund des Öl, aber auch weil man ja in der Nacht dann doch irgendwie schwitzt, nutze ich morgens mittlerweile wieder ganz gern meine Reinigungsmilch.



➔ Gesichtspflege am Morgen.


Erst irgendwie aus dem Bett gekrabbelt, Klamotten raussuchen und ab ins Bad – Kaffee gibt es erst, wenn ich mich einigermaßen „klar gemacht“ habe.

Also wird nach der schon erwähnten Reinigungsmilch gleich losgelegt: Es gibt für mich einige Sprühstöße des Hydrolats von Dabba ins Gesicht. Das macht gleich doppelt munter, weil es eben frisch ist und die Haut mit Apfel geklärt und vitalisiert wird. Die Hydrolate von Dabba mag ich ohnehin, hatte aber auch schon andere.

Danach kommt wieder Feuchtigkeit – an dieser Stelle würde ich gern mein Alva Hydrogel nutzen, aber das gibt es eben nicht. Es ist etwas fester und reichhaltiger, aber nun nutze ich eben auch an dieser Stelle das Aloe Vera Gel von der Cremekampagne.

Seit einigen Wochen nutze ich nun die Day Cream S (♦) von Myrto Cosmetics. Sie basiert ebenfalls auf Aloe Vera, Jojoba- und Arganöl und ist für sensible, die zu Irritationen, Unreinheiten, Rötungen und Spannungsgefühl neigt, geeignet. Die Creme soll hautberuhigend wirken, lang anhaltend Feuchtigkeit spenden und ein glattes, samtweiches Hautgefühl schenken.
Ich hatte am Anfang die Befürchtung, dass diese Creme eventuell zu reichhaltig sein könnte, sie funktioniert aber noch ganz gut. Nach längerer Testphase berichte ich bestimmt nochmal ausführlicher.
Meine Alternative an dieser Stelle ist die Kivvi 24h Intensive Moisturizing Cream aus der Quittenserie. Die ist leichter als die Creme von Myrto und spendet ebenfalls viel Feuchtigkeit. Allerdings sind nicht ganz so viele pflegende oder nährende Öle enthalten, was meine Haut scheinbar ebenfalls benötigt.

Zu guter letzt gibt es Sonnenschutz! Ich habe mit dem Sonnenschutz Alga Maris von Laboratoires de Biarritz definitiv eine gute Creme gefunden, die einen nicht zu speckig erscheinen lässt, reizarm ist und gut schützt. Mittlerweile nutze ich auch deutlich mehr als am Anfang – viel hilft an dieser Stelle dann doch viel ;).
Ich verfahre nach wie vor nach dem Prinzip: Unter der Woche, wenn ich nur mit dem Rad zur Arbeit fahre, nutze ich die SPF 30 Variante (♦). Wenn ich weiß, dass ich nochmal länger unterwegs bin, oder eben am Wochenende wird die SPF 50 genutzt. Außerdem ist jetzt immer eine Sonnencreme in meiner Tasche – nur so für den Fall der Fälle ;).


Meine Pflegeroutine klingt so viel und sieht so lang aus, aber ich bin eigentlich in wenigen Minuten damit durch ;). Da bin ich bei anderen Dingen (Thema Schminken) deutlich länger beschäftigt.


PS: Keine Sorge übrigens – ich werde das gelbe Zeug des Aloe Vera Blattes (Harz) nicht verwenden! Das ist stark reizend und sollte auf keinen Fall auf der Haut angewendet werden. Mal sehen, ob ich aber an das Gel rankomme und an meine betroffenen Stellen tupfe.

Was macht Ihr gegen trockene Haut?
Was gehört zu Eurer Pflegeroutine?

Grünste Grüße,
Euer

Pressesample /// Diese Produkte wurden mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Trotzdem gilt: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und nur die landet hier auf dem Blog.

Kommentare:

  1. Toller Post, ich habe momentan auch etwas trockene Haut. Benutze das Make-up Eraser Tuch zum Abschminken und als Pflege Gesichtsöl von Farfalla.

    Liebe Grüsse

    flowery

    http://www.beautynature.ch

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    1. Hallo Flowery,
      Danke für dein Kompliment. Mit Farfalla kann ich leider meist wenig anfangen - zu viel ätherische Öle und/ oder Alkohol. Das mag meine Haut leider nicht.
      Aber schön, dass du ein paar tolle Produkte gefunden hast :)

      Grünste Grüße

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  2. Eine sehr interessante Routine, liebes Fräulein Immergrün. Auf die CremeKampagne bin ich ja total neugierig. Im Moment verwende ich einen DIY Toner mit Niacinamid und bin total begeistert von der Wirkung. Ich schreibe es nämlich unter anderem dem B3 zu, dass meine Haut momentan für meine Verhältnisse sehr rein ist. :)

    Liebe Grüße,
    Jenni

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    1. Liebe Jenni,
      vielen Dank für deine lieben Worte.
      Wenn du kannst, shoppe unbedingt mal ganz ausgiebig bei der Cremekampagne ;) Die Produkte könnten dir auch wirklich gut gefallen und du kannst ja bei vielen Produkten noch Düfte hinzufügen.

      Wirst du deinen DIY Toner noch verbloggen?

      Grünste Grüße

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  3. Ich mag deine Routine und finde es keinesfalls zu viel! Früher nutzte ich auch nur Reinigungsmilch + Creme, bei Sonne noch Sonnencreme, aber das wars. Zwischendrin mal ein Toner, mehr nicht. Aber davon bin ich schon länger weg, habe einfach bemerkt, dass meine Haut mehr braucht.
    Wie du setze ich auf Toner + "Serum" + Creme + Sonnencreme und meine Haut ist derzeit sogar so gut, dass ich morgens nur die leichte Sheabutter Face Lotion von Martina Gebhardt benötige =)

    LG Valandriel

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    1. Danke liebe Valandriel,
      Deine Routine klingt auch toll - sie scheint noch etwas reduzierter als meine. Die leichte Lotion am Morgen klingt gut - mir sind meine bishigen Cremes irgendwie zu leicht bzw nicht feuchtigkeitsspendend genug gewesen. Ich hatte in den letzten Jahren den Sonnenschutz meist vernachlässigt (nicht gut, ich weiß) und merke jetzt, dass der Breitbandschutz wohl doch einiges an Feuchtigkeit meiner Haut entzieht. Da muss ich viel nachgeben :)
      Ich setze zur Zeit auch wieder auf flüssiges Makeup, da meine Mineralfoundation recht unschön auf meiner Haut aussieht.

      Grünste Grüße

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  4. Ich liebe Pflegeroutinen! Deine Produkte sprechen mich alle sehr an und dann noch Lavendel und Aloe Vera mit am Bild, herrlich :) Bei mir heißt es momentan aufbrauchen, ich habe noch etliche halbgeleerte Pflegeprodukte hier und mische ohne System durch je nachdem wie ich Lust habe :D wenn das Chaos hier ein Ende hat wage ich eine Cremekampagnen Bestellung, angefixt wurde ich ja schon genug :)
    Liebe Grüße

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    1. Hihi, danke liebe Carina. Das freut mich sehr, dass ich dich so begeistern konnte ;).
      Auf viele Experimente habe ich keine Lust - Cremes für die ich gerade im Gesicht (leider) keine Verwendung mehr habe, nutze ich darum am Körper. Manchmal könnten die Produkte auch in kleineren Größen kommen :D
      Mischen ohne System klingt witzig, aber ich bin mir sicher, dass du weißt, was du da tust :D

      Und Go für Cremekampagne ;) Mach das unbedingt oder besuche sie, wenn du mal in Berlin bist.

      Grünste Grüße

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  5. Deine Routine gefällt mir gut! Wenn meine Haut arg trocken ist, peele ich (nicht mechanisch, sondern mit Enzymen oder Fruchtsäure). Danach kann meine Haut wasserbindende Pflegestoffe besser aufnehmen. Und danach gibts viel Aloe Vera und Hyaluronsäure. Und Leitungswasser, für von innen, plus hochwertige, ungesättigte Speiseöle (teelöffelweise, für ein paar Tage).

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    1. Liebe Karin,
      das Peeling mit Fruchtsäure klingt interessant, da habe ich allerdings ein bisschen Respekt davor! Meine Haut ist ziemlich sensibel und bei einem früheren Fruchtsäurepeeling hat danach meine Haut rot geleuchtet und die Unreinheiten sind auch wieder zum Vorschein gekommen.
      Das mit dem Wasser von innen merke ich tatsächlich auch meiner Haut an - je mehr ich trinke, desto besser wird sie.

      Grünste Grüße

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    2. Dann liegt es wahrscheinlich an insgesamt besseren Umständen, wenn du mehr trinkst, denn viele trinken ja bei Stress weniger. Schau mal hier, Trinken hat keinen direkten Einfluss auf die Hautfeuchtigkeit:
      https://skincareinspirations.com/2016/06/19/erhoht-das-wassertrinken-den-wassergehalt-der-haut/

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  6. Das Aloe Vera Tonic ist echt toll, es geht doch nichts über Niacinamide am morgen und am abend :) Bei Sonnencreme handhabe ich es genau wie du, für den Alltag reicht mir ein geringerer Lichtschutzfaktor auch aus. Generell hast du wirklich eine schöne Routine.

    Liebe Grüße

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    1. Liebe Paysanneverde,
      Danke Dir :) Niacinamide habe ich erst kürzlich entdeckt.

      Grünste Grüße

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