04.08.2016

Alles Luxus?! Cleansing Balm von Juka d’Or ♦

Juka d’Or Cleansing Balm Reinigungsmilch

Heute gibt es ein bisschen Glitzer und Goldglanz für Euch! Nachdem ich Euch vor einer Weile meine Pflegeroutine ja schon gezeigt habe, möchte ich nun mal diese güldene Flasche und viel mehr deren Inhalt zeigen.


Drinnen steckt die Reinigungsmilch von Juka d’Or (♦). Diese Marke beschreibt sich selbst als hocheffektive Dermokosmetik für empfindliche Haut und kommt ohne Parfum, Farbstoffe, Emulgatoren, Silikon- und Mineralöle, Parabene oder andere Konservierungsstoffe aus. Soweit also im NK-Segment nicht so viel Neues.
Die Marke selbst stammt aus Deutschland und ist ein kleines Familienunternehmen, was sich eben auf die Ansprüche sensibler Haut spezialisiert hat. Zur Naturkosmetik gehört sie trotzdem nicht, denn das werdet Ihr spätestens bei den Inhaltsstoffen erkennen ;).

Juka d’Or Cleansing Balm Reinigungsmilch

Der Cleansing Balm aka die Reinigungsmilch wurde mir als PR-Sample zugeschickt und ich nutze sie jetzt seit ca. Mai. Am Anfang war ich ziemlich skeptisch, weil das Produkt so hochwertig aussieht, bei genauerer Betrachtung aber eben doch relativ bodenständig daher kommt. Zudem ist es eben keine Naturkosmetik und auch bei dem Thema Reizbarkeit bin ich mir nicht 100%ig sicher.

In dem Flakon sind 200 ml enthalten und der Pumpflakon ist relativ groß. Auf Reisen eignet er sich sicherlich nicht, für zu Hause ist die Größe aber ganz praktisch.
Auch wenn der Flakon hochwertig glänzend daher kommt, besteht er doch nur aus Kunststoff. Das ist überhaupt nicht schlimm, möchte ich nur kurz erwähnen.
Aus dem Spender kommt eine relativ geringe Menge – ich drücke etwa 5 bis 6 Mal drauf, damit ich genügend Produkt für die Reinigung habe.




Juka d’Or Cleansing Balm Reinigungsmilch

Die Reinigungsmilch an sich ist eher leicht und würde ich mit der Freistiel RM von I+M vergleichen. Im Sommer ist das ziemlich ideal, im Winter oder zu kühleren Jahreszeiten könnte mir das zu wenig sein.
Der Duft erinnerte mich am Anfang vor allem an eine Arztpraxis oder Pflaster – nicht der angenehmste Geruch, aber er verfliegt recht schnell und bleibt nicht auf der Haut.

Sie reinigt ganz solide und ich bekomme den größten Teil meines Makeups damit gut abgewaschen. Auch wenn ich vorher nicht mit meinem Mandelöl vorreinige. Augen-Makeup verschwindet gut.

Und auf der Haut bleibt ein sauberes und ziemlich pflegendes Gefühl zurück. Meine Haut spannt nicht und fühlt sich auch sonst nicht trocken an.

Juka d’Or Cleansing Balm Reinigungsmilch

Wie ich zu Beginn erwähnt habe, scheinen die Inhaltsstoffe doch etwas „bodenständiger“ zu sein:
Aqua (Wasser), Caprylic/Capric Triglyceride (mittelkettige Triglyceride, Neutralöl), Pentylene Glycol (Pentylenglykol), Glycerin (Glyzerin), Hydrogenated Lecithin (hydriertes Lecithin (Lezithin)), Butyrospermum Parkii, (Shea-Butter, Karitébutter, Karitéfett, Gallambutter), Squalane (Squalane), Sodium Carbomer, Xanthan Gum (Xanthan Gum, Xanthangummi), Ceramide 3 (Ceramide 3), Boswellia Serrata (Weihrauch)

So basiert diese Reinigungsmilch vor allem auf Wasser und ein Neutralöl. Welches es ist, kann man nur vermuten – Ausgangsbasis der Herstellung bilden aber in der Regel Palmkern- oder Kokosöl (Quelle Olionatura, Neutralöl)

Danach folgt Pentylene Glycol – chemisch gesehen ist dieser Inhaltsstoff ein Alkohol. Anders als Alkohol wirkt er allerdings (auch höher dosiert) nicht austrocknend, sondern feuchtigkeitsspendend. Wegen dieser Doppelfunktion gilt Pentylen Glycol in der Kosmetikverordnung nicht als Konservierungsstoff. Dieser Stoff ist allerdings synthetische Chemie, wie sie üblicherweise in konventioneller Kosmetik eingesetzt wird und eigentlich so gar nicht zu mir passt. Ich bin sonst deutlich konsequenter. Erstaunlich finde ich, dass meine Haut scheinbar darauf nicht reagiert, denn meine Haut ist (bis auf Trockenheit) zur Zeit erstaunlich gut. 

Mit Glycerin, Lecithin und Sheabutter sind definitiv Inhaltsstoffe enthalten, die man kennt und die man in vielen Produkten findet. Auch Squalan ist bekannt und ich mag dieses Basisöl eigentlich sehr gerne, weil es die Haut zusätzlich mit Feuchtigkeit versorgt. Ob es allerdings pflanzlich ist, lässt sich nicht herausfinden.

Sodium Carbomer oder auch Polyacrylsäure (Natriumsalze) wird vermutlich als Emulgator eingesetzt. Xantham Gum ist ein Gelbildner und gilt als hautfreundlicher Verdicker für eben solche Produkte. 
Ceramide sind Teile der menschlichen Haut, können aber auch biotechnisch gewonnen werden. Ceramide 3 sollen effektiv darin sein, trockene und reife Haut vor Feuchtigkeitsverlust und Irritationen zu schützen. (Quelle Olionatura, Ceramide)

Weihrauch kenne ich schon von dem Hydrolat von Wolkenseifen, was ich sehr schätzte. Es wirkt entzündungshemmend.

Was meine ich mit bodenständig: Nun, die Inhaltsstoffe sind bis auf das Pentylene Glykol eigentlich alte Bekannte. Wasser, Glycerin und Sheabutter, aber auch Squalane kennt man aus diversen Produkten. Bis auf den Weihrauch finde ich hier wenig Spezielles oder Außergewöhnliches in dieser Reinigungsmilch.

Auf Pentylene Glykol könnte ich auch gern verzichten ;). Ich finde Marken immer schwierig, die mit Worten wie Sensitiv und Empfindlich werben und dann dennoch (evtl. reizenden?!) Alkohol verwenden. Aber ich muss auch gestehen, dass ich nicht weiß, ob diese Art von Alkohol wirklich reizend ist. Wenn Ihr Infos habt, kommentiert gerne unter dem Beitrag!
Aber ansonsten ist der Inhaltsstoff einfach auch kein natürlicher Inhaltsstoff, wobei ich sonst recht konsequent bin. Da hätte ich einfach besser die Äuglein aufmachen müssen.

Juka d’Or Cleansing Balm Reinigungsmilch

Fazit: Trotz (oder gerade weil?!) ein chemischer Stoff hier in dieser Reinigungsmilch eingesetzt wird, vertrage ich sie ausgesprochen gut. Ich verwende dieses Produkt jeden Morgen und jeden Abend – meine Haut ist zur Zeit ruhig und nicht gereizt.

Aber ich möchte ehrlich sein: Gekauft hätte ich mir dieses Produkt selber nicht. Die Reinigungsmilch kostet 35 € (!!!!!!!!!!), was ich immens hoch für ein alltägliches Produkt finde. Das grenzt schon fast an ein Luxusgut ;). 
Und dafür sind mir die Inhaltsstoffe dann zu einfach, ohne das schlecht zu meinen. Ich freue mich über eine übersichtliche INCI-Liste, aber vielleicht wäre ein hochwertiges Öl (oder Öle) und zusätzliche Feuchtigkeitspflege schön gewesen. Ich habe schon einige milde Reinigungsmilchen getestet und die waren auch nicht schlechter oder weniger wertig und haben weniger als die Hälfte gekostet ;).

Was sagt Ihr zu der Reinigungsmilch?
Wie steht Ihr zum Einsatz von chemischen Inhaltsstoffe?

Grünste Grüße,
Euer

Pressesample /// Dieses Produkt wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Trotzdem gilt: Dieser Artikel spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider und nur die landet hier auf dem Blog.

Kommentare:

  1. Ich bin zwar bei weitem kein Experte, aber für mich sieht die Reinigungsmilch schon ziemlich reizfrei aus. Nach kurzem Googlen würde ich Pentylene Glycol auch nicht zu den bösen Alkoholen zählen, sondern wie Cetyl Alcohol zu den guten. Einzig bei Weihrauch bin ich mir immer nicht so sicher.^^

    Was das konventionell = schlecht und Naturkosmetik = gut angeht... Davon bin ich inzwischen weit weg. Es gibt in beiden Fällen gute und schlechte Produkte. Punkt. Und die Panikmache rund um diverse synthetische Inhaltsstoffe tangiert mich auch nicht mehr. Ich hab mich durch den Hype z.B. dazu verleiten lassen das Reinigungsöl von Balea einmal auszuprobieren und muss ehrlich sagen, ich liebe es! Es ist besser als jede Reinigungsmilch. :)

    Was man dabei aber trotzdem nicht außer Acht lassen sollte, ist der Umweltaspekt. Da hat Naturkosmetik natürlich immer noch die Nase vorne. :)

    Liebe Grüße,
    Jenni

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    1. Liebe Jenni,
      Danke für deinen Kommentar. Da meine Haut diese RM so gut annimmt, wird sie wohl auch reizfrei sein ;).
      Von Weihrauch habe ich schon einmal ein Hydrolat probiert, was mir wirklich gut getan hat. Also scheint sich das auch in Grenzen zu halten mit irgendwelchen Reizen ;).

      Ich zwinge mich, konsequent(er) bei NK zu bleiben. Du bringst da natürlich gute Punkte an, aber das soll jeder machen wie er will :).

      Grünste Grüße

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