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23.03.2018

London, Baby!

London Victoria

Heute ist schon der letzte Abend in London – die Zeit verging rasend schnell und die Stadt hat mich (wieder) absolut in den Bann gezogen und entzückt.

Ich durfte beruflich knapp eine Woche in diese trubelige Stadt fahren, da hier eine Konferenz eines der größten und berühmtesten Leaders im Bereich User Research und User Experience stattfand. Zwischen den eigentlichen Workshops, hatte ich dieses Jahr das Glück, zwei Tage frei zu haben. Zwei Tage London! Was macht man damit?
Gar nicht so einfach zu entscheiden! Aus diesem Grund habe ich mir zwar einige Sachen auf meine Liste gepackt, mich aber schlussendlich treiben lassen. Und das war auch absolut perfekt. 
Der Artikel wird etwas bildlastig ;).

Nice To Meet You

Gelandet bin ich im hübschen Stadtteilen Victoria, Westminster und Belgrave. Die Drei mag ich sehr – entlang der Belgrave Road warten zwischen Wohnhäusern ein Hotel nach dem anderen, getrennt von kleinen privaten Parks, die schon vom Frühling träumen.
Die Gegend würde ich mir auch für private Reisen auswählen, denn die Victoria Station ist gleich um die Ecke und man ist relativ schnell an den meisten Ecken.

London Belgrave

Hier gibt es auch die Dominique Ansel Bakery – ihres Zeichens eigentlich vor allem bekannt aus New York durch ihr Fusionfood Cronuts. Aber wusstet Ihr, dass die eigentlich aus England stammen?! Cronuts gibt es jeden Falls auch hier und es wird empfohlen, vor 12 Uhr da zu sein. Ich hatte eine eine Art CroMuffin, der auch ganz lecker war.



London von oben – Sky Garden


Sky Garden London

Wer London von oben sehen und dabei kein Geld ausgeben will, sollte sich mal den Sky Garden anschauen. Im 34. Stock gibt es eine 360 Grad Rundumsicht über London in Mitten moderner Architektur und vielen Pflanzen. Die Ticketanzahl ist begrenzt und es ist zu empfehlen, gleich am Montagmorgen Tickets für einen Termin zu buchen. Nach kurzem Sicherheitscheck geht es hoch und man hat eine Stunde Zeit, sich alles anzugucken, Fotos zu machen und sogar einen Kaffee zu trinken. Ein Restaurant ist ebenfalls vorhanden.

London Skyline von Sky Garden London

Sky Garden London Sky Garden London

Sky Garden London

Ich habe Montagmorgen ganz spontan entschieden, dass das mein Start für London sein soll und eines der letzten Tickets bekommen. Da auch hier noch etwas Winter war, konnte ich leider nicht auf die Außenterrasse, war aber ohnehin sehr fasziniert von dem Mix aus Architektur, Skyline und botanischem Ambiente.

London Tower Bridge London Tower Bridge

Danach ging es kurz am Tower of London und der Tower Bridge vorbei. Das muss als echter Touri sein! Für Museen war ich allerdings nicht so richtig in Stimmung – ich wollte vor allem draußen sein und mich bewegen.


Streetfood in den Old Spitalfield Markets


Darum machte ich mich gleich weiter zu den Old Spitalfield Markets. Hier findet man jede Menge Streetfood Stände, Vintage-Shops und kleine Stände mit handgemachten Produkten in der restaurierter viktorianischer Markthalle. Rundherum gibt es Lädchen, bei dem man schneller sein Geld loswerden kann, als einem lieb ist.

Old Spitalfield Markets, London

Streetfood Old Spitalfield Markets, London Old Spitalfield Markets, London

Bei winterlichen Temperaturen sind die Markthallen nicht allzu überfüllt, aber auch viele Stände haben geschlossen. Ich glaube, an warmen Tagen, ist es hier verdammt trubelig und ich könnte mich erst recht nicht entscheiden, welches Streetfood ich wähle. Doch bei um die 0 Grad gab es vegane Dumplings mit Knoblauch bei Dumpling Shakes. Gut, dass mich danach niemand gerochen hat – aber es war absolut köstlich.


London Baker Street 221b Sherlock Holmes

Zwischen Sherlock Holmes, jeder Menge Grün und Shopping


Frisch gestärkt ging es ab der Liverpool Station zur Baker Street. Die Baker Street ist natürlich besonders bekannt für Hausnummer 221 b in der Sherlock Holmes und sein Assistent Watson viele Kriminalfälle gelöst haben. Ich muss ja gestehen, dass mich erst das Fieber durch die Verfilmung mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman gepackt hat.

London The Regent’s Park

Da das Wetter auf meiner Seite war, habe ich auch dieses Museum (leider) links liegen gelassen und bin schnurstraks in den Regent’s Park gelaufen. Alle Vögel sind hier schon aus ihrem Winterschlaf erwacht und empfangen jeden (mit oder ohne Brotkrumen) mit besonders lautem Getöse.
Über den See führen kleine Brücken, die Sonne scheint warm und die Londoner tanken Frühlingskraft.

London Mayfair
Mayfair
Content Beauty & Wellbeing

Und wer viel läuft, darf sich auch ein Stückchen Kuchen gönnen! Versteckt hinter der St Marylebone Church habe ich mich in der kleinen Epicery Orrery niedergelassen – kurz Pause und dann ging es weiter zu Content Beauty & Wellbeing.
Auf den hatte ich mich schon die ganze Zeit gefreut, denn er ist wohl der größte Shop in London, der sich komplett auf Naturkosmetik spezialisiert hat. Der Webshop hat einiges versprochen: Tolle Marken, riesen Angebot, exklusive Produkte. Als ich in das Ladengeschäft reingestolpert bin, musste ich zweimal gucken, ob ich hier richtig bin. Denn der Shop ist so viel kleiner als man sich das vom Onlineshop her vorstellt.
Eine Beratung ist dringend erforderlich, denn allein wäre man wohl einfach verloren in den vielen kleinen Regalen, in denen es sich stapelt. Nur Geduld muss man mitbringen – ich habe bestimmt 10 Minuten einfach nur im warmen Laden gestanden und gehofft, dass mir irgendjemand weiterhilft :D. Schlussendlich hat es dann aber geklappt und ich nun um eine Foundation von Ere Perez reicher.

London Carnaby Street

Wer noch Weitershoppen möchte, der kommt auf einigen Seitengassen irgendwann in Carnaby Street an. In Soho wird man mit glitzernden Buchstaben empfangen und ist auch hier relativ schnell sein Geld los.
Ich habe mich eigentlich vor allem über die bunten Häuser und die schönen Schilder gefreut. Auf dem Weg konnte ich nur knapp den Zimtschnecken bei Cinnabun in Covent Garden widerstehen.

London St. James Park
St. James Park

London St. James Park
St. James Park
Ich persönlich finde es ja an London besonders toll, dass man eigentlich an jeder Ecke einen kleinen Park hat. Zwischendrin finden sich die großen, grünen Oasen, die einfach wunderbar gepflegt sind und man sich irgendwie ziemlich royal vorkommt.

Die Natur scheint hier immer schon etwas weiter und so grünt und blüht es. Im St. James Park habe ich ganze Wiesen voller Osterglocken gefunden! Kleine Eichhörnchen hüpfen durch die gelben Blüten und hoffen auf eine Extraportion von den Touristen.

London Buckingham Palace
Buckingham Palace

Science und durch’s royale Grün


Am Tag darauf ging es für mich mit dem Bus in Richtung South Kensington ins Science Museum. Für all diejenigen, die ein bisschen aufs Budget achten wollen: Auch dieses Museum ist kostenlos.
Mit mir kamen auch verdammt viele Schulklassen auf diese Idee – meine Güte, ist das laut. Aber ich habe mich dann schnell in die oberste Etage verkrümelt und mir die Entstehung des Internets angeguckt.

London Science Museum

London Science Museum London Science Museum

Die kindliche Neugierde soll man ja nicht verlieren und so hat mich eigentlich noch viel mehr die Abteilung der Mathemathik und Medizin interessiert. Diese coole Skulptur stand mitten im Raum und es war interessant zu sehen, wie sich die Menschen durch sie hindurch bewegten.

London The Albert Memorial
Albert Memorial


London Kensington Palace
Kensington Palace

Gleich um die Ecke befindet sich die Royal Albert Hall und mit dem Blick über die Straße gelangt man auch schon im Kensington Park. Ja, ganz richtig! Hier leben die jungen Royals und so ist der Park auch ziemlich gestriegelt. Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, den Kensington Palace zu besichtigen – ein bisschen neugierig ist man ja schon, wie Harry und Megan dort so leben ;).
Aber das Wetter war einfach zu schön, für ein Museum und alleine machen (mir persönlich) Museen auch nur halb so viel Spaß.


Bunte Häuser und Geschäfte  – Portobello Road und Camden Market


London Notting Hill

Wenn man am nordwestlichen Zipfel des Parks ankommt, landet man in Notting Hill. Ich muss gestehen, dass ich es mir ganz anders vorgestellt habe – da haben wohl auch Julia Roberts und Hugh Grant viel in mir geprägt.

Gleich um die Ecke ist die Portobello Road, der mir empfohlen wurde. Wenn du etwas Shoppen willst, dann hier! Das Ende vom Lied: Auch hier sind in den kühleren Monaten längst nicht alle Geschäfte offen, obwohl sich etwa ein Kilometer Geschäft an Geschäft reiht. Hier findet man Shops für einen extravaganten oder ganz individuellen Geschmack – ob Vintage, Japanschick und so viele ganz eigene Stile.

London Portobello Road, Sign Electric Cinema London Portobello Road, Cinema Poster David Bowie

Ich mochte die vielen bunten Häuser, das bunte Treiben auf der Straße und den Bezug zu Film und Musik sehr. So habe ich diese hübsche Leuchtschrift des Electric Cinemas entdeckt und konnte David Bowie an einer Wand wiederfinden.
Doch geshoppt habe ich an und auf der Portobello Road nichts – oder war vielleicht auch zu wenig in Shoppinglaune.

Was mich jedenfalls nicht davon abgehalten hat, nochmal mit der Tube weiter zum Camden Market zu fahren. Dieser Markt ist nochmal um ein Vielfaches lauter, voller und extremer. In den alten Markthallen findet sich sowohl Selbstgemachtes, als auch Vintage, Antiques und immer wieder der ganz normale Tourikram. Ich habe eine große Packung Fudges gekauft – die habe ich nämlich nirgendwo anders in London gefunden.

London Camden Town, Camden Market
Brücke am Camden Market

London Camden Town, Camden Market

Und auch Essen kann man hier, bis man platzt. Neben einer Reihe von Streetfood Ständen findet man auch kleine Cafés, Pizzerien und so weiter – wer Käse mag, kommt z.B. im Cheese auf seine Kosten.

Ich bin allerdings in eine kleine, ruhige Seitenstraße abgetaucht und habe mir einen veganen Ramen im Wagamamia gegönnt. Das ist zwar eine Kette, die machen aber gutes und frisches Essen, was keine Unmengen kostet. An einem anderen Tag habe ich die Steamed Buns mit Aubergine und den marinierten Blumenkohl probiert – omnomnom. Hier kann man auch öfter herkommen.

London bei Nacht

An den Abenden nach der Konferenz habe ich nicht so viel von London gesehen, bin aber immer mal an der Themse entlang gelaufen, habe mir den verhüllten Big Ben angesehen (deshalb auch kein Foto) und einfach die Gedanken schweifen lassen. 

London war gut zu mir! Und ich merke einmal mehr, dass ich ziemlich oft, ein ganz schön großer Glückspilz bin. Wer kann schon behaupten, solch eine Reise (mit jeder Menge neuem Wissen, neuen Erfahrungen und einigen tollen Erlebnissen) ermöglicht zu bekommen?!
Denn auch wenn ich alleine gereist bin, habe ich die Zeit absolut genossen, war sogar mit mir selber Essen und bin wieder einige Male aus meiner Komfortzone herausgehüpft.

Und so seh ich übrigens aus, wenn ich ziemlich glücklich bin – mitten im St. James Park und hinter mir das London Eye.


Wart Ihr schon mal in London?
Seid Ihr schon einmal alleine gereist?

Grünste Grüße,
Euer

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